Draußen auf einem Feld, in einer großen Scheune auf dem Lande liegt Die Kneipe, die es nicht gibt. Genauer gesagt in Närkesberg, etwas mehr als zwei Kilometer östlich von Askersund. Hier betreiben Davide und Sandra ihr charmantes Restaurant, das auf lokale Produkte spezialisiert ist, die Sie mit gutem ungarischen Wein genießen können. Warum ungarischer Wein, werden Sie sich fragen? "Weil wir ihn so sehr mögen!" war die Antwort, als wir sie fragten.



Ein Tipp: Kommen Sie rechtzeitig vor Ihrer Buchung, denn Sie werden sich gerne ein paar Minuten umsehen wollen. Hier gilt nicht das skandinavische Motto "weniger ist mehr". Überall gibt es Zeug, alte Schilder, Dosen, Fußballtrikots, seltsame Möbel und andere Dinge, von denen man einfach nicht die Augen lassen kann.
Aber genug von Scheunen, Gadgets und seltsamen Möbelstücken, es ist Zeit, sich an den Tisch zu setzen.


Wir begannen mit einem Glas Sekt, einem rosafarbenen Cap Classique aus Südafrika, der in einem Paar wunderschön schwankender (mundgeblasener?) Gläser serviert wurde. Ein sehr schöner Beginn des Abendessens. Dann ging es weiter mit dem ersten Gang des Abends, einem rohen Steak auf einheimischer Keule mit u. a. Bärlauchmayonnaise, Parmesan und Hallsberger Pilzen. Dazu wurde ein Weißwein aus Tokaj serviert, und zwar keineswegs die süße Sorte, an die wir normalerweise denken, sondern einer mit genau der richtigen Frische, die zu dem rohen Steak passt.


Als nächstes Gericht wurde Entenbrust mit Kartoffelauflauf, Brennnessel-Emulsion und Spargel serviert. Ich vermute, die Brennnesseln wurden um die Ecke der Scheune gepflückt. 🙂 In den Gläsern hatten wir ihren eigenen roten Naturwein von Franz Weninger aus Österreich.
Zum Abschluss gab es eine Yuzu-Mousse-Torte mit hausgemachtem Kokosnusseis, Schokoladencreme und Ananaskompott. Und nun kam der Tokay wieder zum Vorschein, aber diesmal in der süßeren Variante. Ein wirklich guter und süßer Abschluss des Abendessens.


Wir hatten einen wirklich schönen Abend im Gasthaus, das es nicht gibt, mit großartigen Speisen und Getränken, die mit einem entspannten, aber professionellen Service serviert wurden. Wir haben Wein zum Essen getrunken, aber wir hatten das Gefühl, dass sie sich ein wenig mehr Mühe gegeben haben, gute alkoholfreie Alternativen zu finden. Der Pub liegt auf dem Land und man braucht ein Auto, um dorthin und nach Hause zu kommen, weshalb zumindest einer der Gäste auf alkoholische Getränke verzichten sollte. Wir hatten unser Wohnmobil dabei und hatten uns erkundigt, ob wir es auf dem großen Parkplatz abstellen durften. Wir stellten auch fest, dass wir nicht das einzige Wohnmobil dort waren.
Ich möchte auch ihren Food Truck und das neu eröffnete Café erwähnen. Sandra und Davide sind nicht faul und ihr Truck taucht hier und da in den Städten um Askersund und bei verschiedenen Veranstaltungen auf. Seit diesem Jahr haben sie auch ein Café ein paar Kilometer südlich von Örebro in Rönne kapell eröffnet. Wir waren noch nicht dort, erwarten aber einen Besuch in diesem Sommer.




